Monatsarchiv für Juni 2008
Alex Regné Gläser - Mittwoch, 25.06.2008
Zusammen mit den Aerodynamik-Kollegen war ich im Windkanal, um die während der Entwicklung hart erarbeiteten guten cw-Werte an Vorserienfahrzeugen zu verifizieren. Ulrich Rein, der Aero-Entwickler für Insignia, zeigt mir, wie sich die Luftströmung an die coupéhafte Karosserie anschmiegt. Keine Verwirbelungen, kein Strömungsabbruch, wirklich eindrucksvoll! Die Auswertung zeigt, dass wir unser Ziel erreicht haben. Schon jetzt können wir sagen, dass der Insignia in Sachen Aerodynamik zu den besten Fahrzeugen seiner Klasse gehören wird. Die lange Entwicklung, bei der wir die kleinsten Details von den Außenspiegeln über den Unterboden bis zur Felgengeometrie berücksichtigen mussten, war ein voller Erfolg. Danke an die Kollegen, gute Arbeit!

Tags: Aerodynamik, cw-Wert, Luftwiderstand, Windkanal
Kategorie Allgemein | 26 Kommentare »
Jochen Werner - Donnerstag, 19.06.2008
Hallo, ich bin der Neue hier im Insignia-Blog, Jochen Werner, Designer. Angesichts der vielen Kommentare, die wir zum Thema Insignia-Innenraum bekommen haben, baten mich die Kollegen, den einen oder anderen Gastbeitrag beizusteuern. Das tue ich gerne und es fällt mir natürlich umso leichter, nachdem das Resultat unserer Arbeit hier im Blog ganz gut anzukommen scheint. Schon in unseren ersten Designskizzen legten wir Wert darauf, eine stärkere Fahrerorientierung des Cockpits zu erreichen – und dazu wollten wir unbedingt eine Neigung der Mittelkonsole umsetzen. Wichtig wegen der Bedienbarkeit, aber auch um einen sanften, sportlichen Fluss des Instrumententrägers in die Konsole zu erreichen. Als die Projektingenieure unsere ersten, kühn geneigten Zeichnungen sahen, begann das große Rechnen und Analysieren. Rückmeldung der Techniker: “Bei 30 Grad Neigung ist Schluss!” Warum? “Wenn ihr noch weiter neigt, bekämen Insignia-Fahrer ihre CDs nicht mehr aus dem Schacht.”

Tags: Cockpit, Designer, Skizze
Kategorie Design, Interieur | 39 Kommentare »
Alex Regné Gläser - Mittwoch, 18.06.2008
Wir Testingenieure haben ja angeblich einen Traumjob. Naja, da ist schon was dran. Diese Arbeit verlangt aber auch einen extrem hohen Grad an Aufmerksamkeit. Immer hellwach, alles im Blick – das haben wir mit dem „Auge“ gemeinsam. So heißen bei uns die neuen Fahrerhilfen: die Verkehrszeichenerkennung und der Spurhalteassistent. Beide Funktionen sind im System integriert, das es ab 2009 auf Wunsch im Insignia geben wird. Schon beeindruckend, wie zuverlässig das System funktioniert. Im Kern ist es eine hochauflösende, kaum Handy-große Kamera unter dem Innenspiegel, die 30 Bilder pro Sekunde schießt. Dazu die aufwendige Auswerteelektronik. „Freund sieht mit“ könnte man dazu sagen.
Wie vor kurzem auf der Fahrt zum Testgelände Dudenhofen. Das ist ja nun wirklich eine Route, die die Kollegen und ich wie die berühmte Westentasche kennen. Und an dieser einen Stelle ist immer Tempo 120! Aber halt nicht an dem Tag, als die Grasmäharbeiten für den Mittelstreifen vorbereitet wurden. Das Auge hat’s gemerkt und das 80er-Schild als Symbol zwischen den Rundinstrumenten eingeblendet. Schön, danke, stimmt. Und ein Eintrag ins Testprotokoll ist mir natürlich immer lieber als einer ins Flensburger Zentralregister.

Tags: Auge, Opel Eye, Verkehrszeichenerkennung
Kategorie Sicherheit, Testfahrt | 28 Kommentare »
Alex Regné Gläser - Dienstag, 10.06.2008
In den Kommentaren kam die Frage auf, ob Probesitzen in unseren Vorserienwagen möglich wäre. Dazu, wie versprochen, mein Erlebnis von der 100-Prozent-Fahrt nach Südtirol, die wir mittlerweile erfolgreich absolviert haben: Wissbegierigen begegnen wir natürlich ständig. Vor kurzem hatten wir es auf dem Weg nach Österreich mit einer besonders engagierten “Verehrerin” zu tun. Die junge Dame gab sich alle Mühe, um auf den schmalen Nebenstraßen mit ihrem schwarzen Corsa dranzubleiben. Beim nächsten planmäßigen Stopp holte sie uns ein, stellte sich als “großer Opel-Fan” vor und wollte sich allzu gerne mal in einen Insignia setzen. Glück gehabt - unser gut gelaunter Chefingenieur hatte nichts dagegen und das Foto-Handy ließ sie klugerweise stecken. Ihr Fazit: “Hat sich gelohnt, dass ich euch fast 50 Kilometer gefolgt bin, obwohl ich eigentlich ganz woanders hin wollte.”

Tags: 100-Prozent-Fahrt, Prototyp
Kategorie Allgemein, Testfahrt | 8 Kommentare »