Elch-Rekord
Beim VDA-Test oder auch „Elchtest“ erreichte der Insignia die höchste Einfahrgeschwindigkeit in die Pylonengasse, die wir je bei einer Opel-Mittelklasselimousine gemessen haben.
Schon mit Basisfahrwerk, Frontantrieb und 2,0-Liter-Diesel realisierte unser Elchtest-Spezialist, der Kollege Reinhard Becker, beachtliche 73,1 km/h. Das gleiche Auto mit Sportfahrwerk ließ 75,6 km/h zu.
Übrigens gehört diese Prüfung, die wir bei jeder Neuentwicklung fahren, inzwischen zu den ISO-genormten Fahrmanövern.
Kategorie: Fahrwerk, Sicherheit, Video
Tags: Elchtest, Frontantrieb, Zwei-Liter-Diesel

Am 9. Juli 2008 um 12:09 Uhr
Schön Agil für so ein grosses und schweres Auto!
Ab jetzt sind alle Bilder und Videos mit ungetarnten Fahrzeugen ?!
Am 9. Juli 2008 um 13:15 Uhr
Man muss zugeben, es ist nur ein kleinformatiges Video, in dem gewisse Details sicher verlorengegangen sind, sprich die Ausagekraft in Bezug auf einen subjektiven Eindruck ist meines Erachtens eingeschränkt. Mir fallen aber folgende Aspekte positiv auf: Kein Reifenquietschen, eine scheinbar hohe Präzision und eine absolut ruhige Straßenlage im Rahemn der Simulation, ohne nervöses Heck und ohne schiebende Front. Allerdings: Ich habe noch nie einen Opel mit schlechter Straßenlage gefahren
Ich bin sehr gespannt auf meinen Insignia
By the way: Ich hatte vor wenigen Tagen die Möglichkeit, ein bekanntes Lifestyleauto mit hohem modischen Faktor und dem so genannten legendären Go-Kart Feeling zu fahren. Im Vergleich zum aktuellen Opel Corsa fragte ich mich dann schon: Na, wo ist es denn… dieses Feeling? Kein Vorteil zum Corsa im Handling und darüber hinaus bretthart.
Sie leisten gute Arbeit, liebe Opel Ingeneure
Am 9. Juli 2008 um 14:15 Uhr
Ist schon sehr beeindruckend, wie der Insignia auf der Straße liegt. Hier scheint Opel ja der ganz große Wurf gelungen zu sein. Kann die erste Probefahrt kaum abwarten.
Am 9. Juli 2008 um 15:02 Uhr
Gibt es Erfahrungswerte, welche Geschwindigkeiten sich der durchschnittliche Otto-Normal-Fahrer bei so einem Ausweichmanöver zutraut bzw. welche er hinkriegt?
Und wie genau wird die Maximalgeschwindigkeit ermittelt? Versucht der Tester immer wieder, noch ein bisschen schneller durchzukommen, ohne die Pylonen zu touchieren?
Hintergrund: mich wundert ein klein bisschen die durch Nachkommastelle so ganz exakt-genau-wirkende Geschwindigkeitsangabe.
Am 10. Juli 2008 um 02:38 Uhr
Na das wird doch sicher per Lasermessung extern ermittelt und wird nicht die Tachoangabe sein.
Daher die Genauigkeit.
Gruß, Raphi
Am 10. Juli 2008 um 03:24 Uhr
Ich glaube Torsten wollte eher auf den Fahrer hinaus.
Denn wer sagt das Michael Schumacher nicht noch nen bisschen schneller durch den Parcour kommt? Von daher frage ich mich auch wie das so genau gemessen werden will.
Versucht der Fahrer es 20 bis 30 mal und der schnellste Versuch gilt dann?
Am 10. Juli 2008 um 08:51 Uhr
Ohne ein Testingenineur zu sein denke ich dass diese Versuche bei allen Geschwindigkeiten durchgeführt werden und die Geschwindigkeit ermittelt wird ab der der Insignia dann ausbricht, wenn er also mit 76/77 km/h (SportFW) diesen Elchtest absolviert bricht er aus oder dreht sich!
Am 10. Juli 2008 um 08:58 Uhr
Auf der Homepage vom VDA (Verband der Automobilindustrie) gibts eine sehr gute Beschreibung zum Spurwechseltest wie er hier ausgeführt wurde.
ISO-Norm: 3888-2
Beschreibung:
Die Breite der Anfahrgasse wird in Abhängigkeit von der Fahrzeugbreite definiert, und zwar nach der Formel: 1,1 mal Fahrzeugbreite plus 25 Zentimeter. Dies vermindert den Fahrereinfluß deutlich und ist somit eine wesentliche Voraussetzung für die verlangte Reproduzierbarkeit des Tests.
Die Breite der Ausweichgasse wird ebenfalls in Abhängigkeit von der Fahrzeugbreite definiert, und zwar nach der Formel: Fahrzeugbreite plus 1 Meter.
Der Abstand zwischen den letzten Pylonen der Ausweichgasse und den ersten Pylonen der Ausfahrgasse – die Ausfahrgasse bleibt unverändert 3 Meter breit – wird von 13,5 auf 12,5 Meter verkürzt, um die Dynamik des Tests zu erhalten.
Die Pylonengassen werden im Schiebebetrieb durchfahren, d. h. das Gaspedal wird bei Einfahrt in die Gasse losgelassen. Das Auto muß sich dabei im höchsten Gang befinden (bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe-: Fahrstufe “D”) und mindestens eine Motordrehzahl von 2000 U/min haben. Auch dies vermindert den Fahrereinfluß deutlich.
Gemessen wird die Einfahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs am letzten Pylon der Anfahrgasse.
Der Test gilt als bestanden, wenn kein Pylon umgeworfen wird.
Gruß
Mario
Am 10. Juli 2008 um 13:53 Uhr
Ich fragte mich in der Tat, wie sich der Fahrer sicher und den Testbedingungen genügend (für die Infos übrigens Dank an Mario!) an die Maximalgeschwindigkeit “herantastet”. Das es durch Peisler-Rad oder irgendwas mit Laser (so wurden die Dinge mal früher in der Fachpresse beschrieben) möglich ist, die ganz exakte Fahrgeschwindigkeit eines Wagens zu ermitteln ist klar.
Ich stellte mir halt nur vor, dass z.B. ich Schwierigkeiten hätte, so ein Fahrmanöver zuverlässig mit z.B. jedesmal um 0,1 oder auch nur 0,5 km/h höherer Geschwindigkeit zu wiederholen.
Am 10. Juli 2008 um 14:29 Uhr
Ich würde jetzt mal vermuten, dass die Tester bis zu der Grenze gegangen sind, wo das ESP gerade noch nicht eingreift. Im Video sieht alles ja sehr geschmeidig aus.
Am 10. Juli 2008 um 23:07 Uhr
Soweit ich weiß, entwickelt und stimmt Opel die hauseigenen Fahrwerke ohne ein vorhandenes ESP ab, um bereits eine optimale Sicherheit ohne Fahrassitenzssysteme zu gewährleisten. Das ESP wird sozusagen als i-Tüpfelchen oben drauf gegeben für den Fall, dass der ohnehin hohe Grenzbeeich überschritten wird.
Was die Einfahrgeschwindigkeit anbelangt sind, so denke ich, mehrere Aspekte von Belangen: geeichte Messinstrumente – wowohl im Fahrzeug, als auch auf dem Prüffeld, vorausgegangene Simulationsberechnungen am Computer, die dann im praktischen Testverfahren final erprobt werden. Von daher, würde ich sagen, sind Aspekte, wie die EInfahrgeschwindigkeit durch erfolgte Vorausberechnungen in gewisser Weise vorgegeben. Mit Hilfe der praktischen Tests wird dann geschaut, ob ie Berechnungen hinhauen.
Am 29. Juli 2008 um 00:19 Uhr
Wo entstanden die Aufnahmen ?
Pferdsfeld/ Ex-Militärflughafen ?!
Am 29. Juli 2008 um 09:09 Uhr
Stimmt, das ist das GM-Testzentrum Pferdsfeld. Sehr gut beobachtet!
Am 29. Juli 2008 um 19:49 Uhr
Kenn es selbst noch, 2002 parallel neben dem damaligen Vectra-C Prototypen herumgekurvt….;o)