Wenn der Roboter lenkt

Fahrerlos rollt der bis zur zulässigen Gesamtmasse beladene Insignia-„Test-Mule“ im Vectra-Gewand Richtung Straßenrand. Wie von Geisterhand lenken die Räder bis zum Anschlag. Wegen der Schmierseife auf der Fahrbahn rutscht das Auto geradeaus weiter gegen den Bordstein.


Unser Entwicklungsziel: Das Auto muss den Bordstein-Anrutschtest, eine simulierte Schlitterpartie bei Blitzeis oder auf einem Ölfilm, antriebstechnisch verkraften und auf eigener Achse weiterfahren können. Ein eingeknicktes Vorderrad wird dabei lieber in Kauf genommen als „innere Verletzungen“ und ist zugleich ein Signal an den Fahrer, die nächste Werkstatt aufzusuchen.

Mit dem von Opel selbst entwickelten Fahrroboter erreichen wir reproduzierbare (vergleichbare) Ergebnisse. Nach der Funk-Fernbedienung übernimmt beim Passieren einer Lichtschranke der Automatikmodus. Der Computer hält sämtliche vorgegebenen Parameter wie Tempo (18 km/h), Bremsvorgang und Lenkeinschlag (30 Grad) exakt ein.

Ergebnis für den Insignia: Test mit Bravour bestanden.

Kategorie: Fahrwerk, Sicherheit, Video
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17 Reaktionen zu “Wenn der Roboter lenkt”

  1. Torsten

    Uih, auch große Jungs mögen offensichtlich ferngesteuerte Autos – und ecken damit schonmal an ;-)

    Ein paaar Fragen habe ich:
    - höre nur im Mittelteil den Ton – ist das so gewollt?

    - hat der Test-Mule an der Front ein bissle was vom Insignia-Kühler/-Aussehen oder ist das nur Messtechnik bzw. irgendwelche Halterungen?

    - der Test-Mule sieht nirgendswo gestreckt/verlängert aus, dabei dachte ich bislang, der Insignia wird auch vom Radstand her länger als der Vectra und ergo müßte da irgendwo eine Verlängerung (wie sie desöfteren bei diversen Mules zu sehen ist) erkennbar sein.

  2. Josh

    Nich schlecht

  3. Torsten

    Ähm, Nachtrag: wird es beim Insignia auch eine automatische Einparkhilfe geben (also Sensoren, die die Lücken vermessen und wenn es reicht, den Wagen selber rein lenken, so dass der Fahrer nur noch Gas geben und bremsen muss). Das ist ja auch irgendwie roboterhaft und wäre für mich ein absoluter Entscheidungsgrund pro Insignia.

  4. Holger

    Was ist das eigentlich am linken Rücklicht bei 0:52min??
    Es geht nach innen und dann wieder nach außen… Fehler im Film oder doch Spuk? ;)

  5. Moderator

    @ Holger: Kein Spuk. Es handelt sich hier vielmehr um einen Kodierungsfehler – ein so genannter Bewegungsvektor ist nicht korrekt abgebrochen worden, sondern erst ein paar Einzelbilder später. Das passiert, wenn eine derart riesige Datenmenge (hier: ca. 1,5 GB unkomprimiertes Videomaterial) für die Internet-Darstellung aufbereitet wird.

  6. Acqui

    Warum nimmt man das alte Vectra Gewand? Ist es kostengünstiger?

  7. Forrest

    @ Acqui: Das ist ein Mule Car, oder auch Null-Wagen. Die neue Technik, bzw. neue Komponenten des, bzw. für den Insignia wird/werden im alten Gewand getestet, damit die Konkurrenz nicht sehen kann, wie das Auto aussieht. Meines Wissens sind das die ersten Tests. Dieses Video ist sicher schon 1,5 bis 2 Jahre alt.
    @ Torsten: der Sinn einer Einparkhilfe ist mir, ehrlich gesagt, schleierhaft. Das kann man doch auch alleine. Und ferner sind doch die Radhäuser bei diesem Mule Car ausladender als beim derzeigien Vectra C. Ich denke, dass hier die weiterentwickelten Achsen (in diesem Fall spezifisch zu testende Baugruppen) unter eine modifizierte Vectra C Plattform montiert wurden, so dass das keine Auswirkungen auf den Radstand hat – sehrwohl aber auf die Spurbreite. Da hier nur dieser Unfalltest (Stabilität) und keine Abstimmungsarbeiten vorgenommen wurden, ist der “alte” Radstand, so würde ich es einschätzen, nicht weiter von Belangen.

  8. Forrest

    @ Ingeneursteam: Ich bin beeidruckt von der Sorgfalt Ihrer Arbeit!

  9. Torsten

    @Forrest: ja, theoretisch kann man(n) auch alleine rückwärts einparken. Praktisch gesehen tu wohl nicht nur ich mich damit sehr schwer und vermeide es, weil es mir auch einfach keinen Spass macht. Ohne Parkpilot der anzeigt, wieviel Platz noch ist, gings gar nicht – und damit auch nur leidlich. Würde daher für so ein System durchaus gerne auch einen höhere dreistellige Euro-Summe zahlen.

  10. Sergej

    Sorry wenn ich hier falsch bin wegen meiner frage aber ich finde die nachricht übers “licht” nicht mehr.
    Also was ich fragen möchte in Deutschland wird ja viel darüber diskutiert das Licht an autos auch am tage einzuschalten und und und, wie ist das bei Insignia?
    Geht das Licht automatisch beim Autostart mir an oder muss es manuel vom Fahrer eingeschaltet werden?
    Wenn nein, gibt es ein Dämmerungssensor, der das Licht automatisch “nachts” einschaltet?

  11. Forrest

    @ Sergej
    Der Insignia wird Tagfahrlicht haben. Es wird auf Wunsch auch einen Lichtsensor geben. Neu ist hierbei aber nur das Tagfahrlicht. Einen Lichtsensor kan man breits seit Jahren bei den gängigen Opel Modellen ordern. Meiner hat das “Licht Paket”-wie es bei Opel heißt auch. Funktioniert ganz ausgezeichnet: Es kann eine Brücke vom Tunnel unterscheiden, reagiert auf schlechtes Wetter und schaltet sich bei Dämmerung rechtzeitig ein.
    Ein wirkliches Highlight und eine wirkliche Neuerung wird das weiterentwickelte Lichtsystem AFL+ sein: 9 verschiedene Lichtkegel, automatisches Fernlicht u.s.w. Das derzeitig angebotene AFL (Signum, Vectra C, Astra H) ist ja schon genial.

  12. Chris

    der corsa d hat auch afl (aber “nur” halogen. trotzdem sau geil)

  13. mo

    @Forrest: Ich will ja nicht Mr Oberschlau spielen, jedoch vermute ich haben Sie das “Licht”-Paket, mit dem “Sicht”-Paket vertauscht. Denn das Licht-Paket sind Leselampen, je 2 vorn und hinten. Das Sicht-Paket beinhaltet Rückspiegel, innen, automatisch abblendend, Regensensor und Automatisches Abblendlicht.
    ;-) Ich muss das wissen, schließlich verkaufe ich Opel.

    lg
    mo

  14. Mario

    Hab gar nicht gewußt dass der Insignia fliegen :) Der Heli-Abwurf in London eben war schick gemacht :)

  15. Holger

    Ich kanns irgendwie nicht sehen… :-(

  16. Forrest

    @ mo: schon okay ;) Danke für den Hinweis :)

  17. didi

    Interessante Versuchsanordnung, “selbst-auferlegt” ?!
    Oder ist das auch ein Pflichtprogramm für die Straßenzulassung (in anderen Ländern ?) ?!?