Archiv der Kategorie ‘Fahrwerk‘

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„Hessen-Express“ macht Laune, Teil 2

Andreas Holl - Donnerstag, 19.03.2009

Was steckt eigentlich hinter dem Fahrspaß-Potenzial unseres Allradantriebs und wie sind solche Vergleichstest-Ergebnisse technisch möglich?

Der Clou der Allrad-Technologie im Insignia 4×4 ist die elektronisch geregelte Mitten- und Hinterachsdifferentialsperre. Innerhalb eines breiten Spektrums erlaubt diese Konfiguration die bedarfsgerechte Momentenverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse sowie zusätzlich zwischen den beiden Hinterachsrädern. Im Gegensatz zu vielen sonst üblichen Allrad-Systemen wirkt die Momentenregelung auch völlig unabhängig vom Radschlupf. So konnten wir bei der Auslegung des Systems den Aspekt Fahrdynamik stark gewichten.

Die beiden Sperren werden per Öldruck betätigt. Die Steuerung der Hydraulikpumpe innerhalb von Sekundenbruchteilen erfolgt in Abstimmung mit allen relevanten Sensoren und mit dem ESP-Steuergerät. Das Allradsystem ist auf diese Weise voll in die Regellogik des FlexRide-Fahrwerks integriert.

Wie sich über diese Allrad-Regelung der Charakter eines Autos formen lässt, kann man besonders eindrucksvoll im Sport-Modus erleben. Dann wird tendenziell mehr Moment zur Hinterachse geleitet und somit ein Fahrverhalten erzeugt, das stark an einen Hecktriebler erinnert – natürlich mit viel mehr Sicherheitsreserven und besserer Traktion als bei reinem Heckantrieb.

Opel Insignia Sports Tourer Adaptive 4x4 Opel Insignia Sports Tourer Adaptive 4x4 Hinterachse Opel Insignia Sports Tourer Adaptive 4x4 Differential Opel Insignia Sports Tourer Adaptive 4x4 Testfahrt

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holl

„Hessen-Express“ macht Laune

Andreas Holl - Mittwoch, 11.03.2009

So so, der Insignia 4×4 setzt sich also in den Medien gegen weit potentere Allradler durch und die Tester sind überrascht. Die „sport auto“ schreibt vom „Hessen-Express“ mit 220 Turbo-PS, der bei den Fahrdynamik-Prüfungen auf dem finnischen Snow Rallye Ring auftrumpft. Im Slalom ist der Insignia „schneller und souveräner“ als die zwischen 272 und 360 PS starken Mitstreiter. Im spaßgeprägten Beitrag von „kabel eins“, den „iopa“ beigesteuert hat, hilft am Albula-Pass auch kein 500 PS-V12 gegen den Insignia.

Auch wir Ingenieure freuen uns natürlich darüber. So richtig erstaunlich finden wir derlei Ergebnisse allerdings nicht. Wir sind schließlich schon während der Entwicklung Vergleiche mit solchen und ähnlichen Produkten der Wettbewerber gefahren. Dabei konnten wir sehen und messen, dass der Insignia dank seiner Allrad-Technologie ganz oben mitmischt.

Wir sind momentan in Arjeplog am Polarkreis – unter anderem mit dem Sports Tourer 4×4. Dabei zeigt sich wieder: Das Auto macht unheimlich Laune, auch und gerade auf Schnee und Eis. Dies als Folge der hervorragenden Stabilität in Kurven und Spurwechselsituationen in Kombination mit dem sehr guten, neutralen Lenkverhalten. Dazu kommt die auch für uns manchmal unglaubliche Steigfähigkeit. So fühle ich mich immer als „Herr der Lage“, weil alle Fahrmanöver, die ich einleite, präzise umgesetzt werden.

Opel Insignia Sports Tourer auf Zuchteisfläche Opel Insignia Sports Tourer auf Zuchteisfläche Opel Insignia Sports Tourer auf Zuchteisfläche Opel Insignia Sports Tourer auf Zuchteisfläche

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Moderator

Der Chef lässt’s krachen

Moderator - Donnerstag, 18.12.2008

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und auf der Rückblick-Hitliste des Blog-Teams steht unser Dudenhofen-Besuch ganz oben. Dr. Matthias Schollmaier, Leiter des Testzentrums, bemächtigte sich dabei unseres mitgebrachten Turbo-Allradlers.

Der Fahrwerkexperte wollte mal kurz prüfen, ob sich die Rundenzeiten auf der Handlingstrecke mit vier angetriebenen Rädern tatsächlich noch verbessern lassen. Sie waren besser. Und wir haben es per Video festgehalten.


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100 Prozent Sports Tourer

Alex Regné Gläser - Montag, 13.10.2008

Es ist geschafft: Der Insignia Sports Tourer hat die 100-Prozent-Fahrt souverän bewältigt.

Mit fünf Testwagen fuhren wir von Rüsselsheim in den Schwarzwald und zurück. Unser Augenmerk lag vor allem auf den Kriterien Geräuschkulisse, Fahrdynamik und -stabilität – und natürlich der einwandfreien Funktion der Heckklappe.

Hier der erste Teil meiner Video-Doku.


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glaeser

Der Berg ruft

Alex Regné Gläser - Donnerstag, 04.09.2008


Auf der Bergstrecke des Testgeländes Dudenhofen muss der Insignia seine Kletterkünste unter Beweis stellen. Steigungen und Gefälle bis zu 30 % mit unterschiedlichen Straßenbelägen sowie eine Serpentinen-Passage fordern vor allem Bremsen und Lenkung.

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Wo rohe Kräfte sinnvoll walten

Philipp Blum - Dienstag, 05.08.2008

Wie im Beitrag „Die 27-Kanal-Tortur“ angekündigt, noch mehr Infos zum Prüfstand in unserer Abteilung „Structural Tests & Test Facilities“: Der Vorserienwagen im Video durchläuft innerhalb der Funktions- und Dauererprobung gerade die Freigabeuntersuchung. Angesichts der hohen und ständig wechselnden Kräfte-Einleitungen macht er eine gute Figur – er hat die Tortur mit einem „OK“ bestanden.


Wir decken hier den so genannten „worst case“ ab. Das heißt: maximale Zuladung, dazu die härteste, in der Serie bestellbare Fahrwerksabstimmung und die schwerste Motor-Getriebe-Kombination. Das Prüfprogramm simuliert unter anderem üble Schlaglochstrecken, lange Asphaltwellen und Rampenauffahrten. Chassis und Karosserie sind weit höheren Belastungen ausgesetzt als im normalen Betrieb. So wird innerhalb weniger Wochen ein komplettes Fahrzeugleben abgebildet – damit der Kunde sicher sein kann, dass sein Auto auch nach Jahren noch alle Erwartungen erfüllt.

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Die 27-Kanal-Tortur

Philipp Blum - Montag, 28.07.2008

Ein ganzes Autoleben in kurzer Zeit simulieren? Dafür ist die Abteilung „Structural Tests & Test Facilities“ in Rüsselsheim verantwortlich. „Unser bestes Stück“ ist der 27-Kanal-Ganzfahrzeugprüfstand. Die 27 ergibt sich aus der Anzahl der ansteuerbaren Hydraulikzylinder, mit denen alle Kräfte nachgebildet werden, die über die Räder an Aufhängungen, Chassis und Karosserie gelangen – beispielsweise Seitenführungskräfte und Vertikalkräfte. Und zwar genau in der Intensität und mit den Belastungsspitzen, wie sie zuvor bei den realen Prototypenfahrten auf dem Testgelände Dudenhofen aufgezeichnet wurden. Hier wird aufgedeckt, ob unser Proband wirklich strukturfest ist. Ein echter Härtetest, der alle etwaigen Schwachstellen aufdeckt.
Näheres über den Prüfstand und die Resultate zeigen wir in Kürze. So viel kann ich aber schon mal verraten: Der Insignia hat die 27-Kanal-Tortur bestens überstanden.

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holl

Wenn der Roboter lenkt

Andreas Holl - Donnerstag, 17.07.2008

Fahrerlos rollt der bis zur zulässigen Gesamtmasse beladene Insignia-„Test-Mule“ im Vectra-Gewand Richtung Straßenrand. Wie von Geisterhand lenken die Räder bis zum Anschlag. Wegen der Schmierseife auf der Fahrbahn rutscht das Auto geradeaus weiter gegen den Bordstein.


Unser Entwicklungsziel: Das Auto muss den Bordstein-Anrutschtest, eine simulierte Schlitterpartie bei Blitzeis oder auf einem Ölfilm, antriebstechnisch verkraften und auf eigener Achse weiterfahren können. Ein eingeknicktes Vorderrad wird dabei lieber in Kauf genommen als „innere Verletzungen“ und ist zugleich ein Signal an den Fahrer, die nächste Werkstatt aufzusuchen.

Mit dem von Opel selbst entwickelten Fahrroboter erreichen wir reproduzierbare (vergleichbare) Ergebnisse. Nach der Funk-Fernbedienung übernimmt beim Passieren einer Lichtschranke der Automatikmodus. Der Computer hält sämtliche vorgegebenen Parameter wie Tempo (18 km/h), Bremsvorgang und Lenkeinschlag (30 Grad) exakt ein.

Ergebnis für den Insignia: Test mit Bravour bestanden.

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Locker rauf zu Frankenstein

Alex Regné Gläser - Montag, 14.07.2008

Burg Frankenstein im Odenwald war unser Ziel. Wir wollten die Abstimmung der Automatikgetriebe im Allgemeinen und den Sport Modus im Speziellen auf Herz und Nieren prüfen. Die kurvenreiche Steigungsstrecke dort ist dafür bestens geeignet. Wenn das Fahrwerk stimmt und der Motor mitzieht, macht das so richtig Spaß. Der 2-Liter-Turbobenziner und der Allradantrieb sorgten für ordentlich Schub und gute Stimmung im Auto. Auch bergab lief alles rund: Die Automatik-Steuerung erkennt das Gefälle und schaltet unaufällig zurück. Alles in allem ein schöner Ausflug, trotz der offensichtlichen Waschküche – Burg Frankenstein kann schon richtig „gruselig“ sein.

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Elch-Rekord

Andreas Holl - Mittwoch, 09.07.2008

Beim VDA-Test oder auch „Elchtest“ erreichte der Insignia die höchste Einfahrgeschwindigkeit in die Pylonengasse, die wir je bei einer Opel-Mittelklasselimousine gemessen haben.

Schon mit Basisfahrwerk, Frontantrieb und 2,0-Liter-Diesel realisierte unser Elchtest-Spezialist, der Kollege Reinhard Becker, beachtliche 73,1 km/h. Das gleiche Auto mit Sportfahrwerk ließ 75,6 km/h zu. 

Übrigens gehört diese Prüfung, die wir bei jeder Neuentwicklung fahren, inzwischen zu den ISO-genormten Fahrmanövern.


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