Archiv der Kategorie ‘Testfahrt‘

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Schlagloch zur Vorspeise

Andreas Scheffel - Mittwoch, 01.10.2008

Angereist bin ich Donnerstagabend, Hotel in Rüsselsheim, von dort ging es Freitag 08:30 Uhr in zwei Insignias nach Dudenhofen. Einer davon noch leicht getarnt und der andere noch Vorserie, aber schon sehr nahe dran an den Serienmodellen. Motorisierung war der 2,8 V6 Automatik (zumindest der, bei dem ich Beifahrer war). In Dudenhofen (Rodgau) angekommen gab es nach erfolgreicher Bewältigung der Bürokratie beim Einlass zuerst eine kurze theoretische Einführung und Erläuterung über das Testgelände von Chef Dr. Matthias Schollmaier persönlich, mit anschließender recht rasanter Rundfahrt (wir als Beifahrer) in seinem Insignia 2.0 Turbo über das gesamte Testgelände einschließlich Kreisbahn.

Anschließend waren wir etwa eine 3/4 Stunde bei einer Testfahrt dabei, wie Alex Regné Gläser den Insignia 2,8 V6 eben auf einiges getestet hat, wie z.B. Innengeräusch, Verhalten auf verschiedenen Bodenbelägen, Bergstrecke (30%), Beschleunigung 0-100, 80-120, Höchstgeschwindigkeit, Schlaglochtest…..Danach gab es in der Kantine Mittagessen, und im Anschluss ging es auf den neuen Handlingkurs, wo wir zuerst ein paar Runden mit Dr. Matthias Schollmaier am Steuer drehten. Zum Abschluss durfte dann jeder von uns 3-4 Runden mit Dr. Matthias Schollmaier als Beifahrer drehen, und Fotos durften wir dort auch machen und zwar nur dort am Handlingkurs. Fahrzeug war der 2.0 Turbo Automatik. Kurz nach 14 Uhr ging es dann wieder zurück ans Hotel und ich dann wieder im Astra nach Hause.

Ich kannte das Dudenhofener Test Center ja schon von einem OPC Event im Jahre 2005, der Handlingkurs war mir jedoch neu. Für mich beeindruckend einerseits natürlich die Fahrt auf der Kreisbahn, ganz klar aber auch so „kleine“ Dinge wie der Schlaglochtest, den wir nur mit etwa 30 km/h bewältigten, statt der üblichen 40 km/h. Das gab schon einen ordentlichen Schlag, und ich bin ehrlich: Normal weiterfahren, als ob nichts passiert wäre, hätte ich nicht können, und wir sind nur durch ein Schlagloch gefahren statt durch vier. Oder auch die Bergstrecke, sehr interessanter Test.
Natürlich kommt als Highlight hinzu, den Insignia selbst über den Handlingkurs zu bewegen. Für mich als eher gemäßigtem Fahrer dann den 2,0 Turbo Automatik gleich im Grenzbereich zu bewegen, dabei noch auf Brems- und Einlenkpunkt achten auf einer Strecke ohne Gerade (zum Glück musste ich nicht Schalten), da war ich schon ganz schön beschäftigt. OK ich geb’s zu, ich hab’ nicht einmal auf den Tacho geschaut und kann daher über das Tempo oder die Rundenzeit nichts sagen. Wie ich aber hörte, war’s wohl nicht sooooo schlecht.

Im gesamten ist es wirklich alles sehr beeindruckend, das Gelände und an was die Jungs dort alles denken bei den Tests, das ist echt schon ein gigantischer Aufwand, der dort betrieben wird, um Autos zu testen. Dafür meinen größten Respekt. Interessant ist sicherlich auch für uns Außenstehende, die vielen getarnten Fahrzeuge mal aus der Nähe zu sehen und nicht nur in der Zeitung oder im Internet. Einige Sports Tourer waren zu sehen, die ich wirklich sehr gerne etwas näher unter die Lupe genommen hätte.

Zum Abschluss bleibt mir nur noch vielen, vielen Dank zu sagen an das gesamte Team mit und um Alex Regne Gläser, dass ich dabei sein durfte. Danke auch an Jennifer Balthasar für die nette Betreuung und die Organisation. Wenn wieder mal jemand auf so eine geniale Idee kommt, bewerbe ich mich wieder. Ach ja, ich möchte mich auch noch bei demjenigen bedanken, der leider absagen musste und für den ich nachrücken durfte.

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Insignia live

Jennifer Balthasar - Montag, 29.09.2008

Am Freitag war es soweit: Bei schönstem Wetter waren wir mit drei Insignia-Bloggern zu Gast im Testzentrum Dudenhofen und erlebten den Insignia live. Alex Regné Gläser hatte zwei Testfahrzeuge organisiert, einen arg beanspruchten Fünftürer (noch mit leichtem Tarnkleid) und eine relativ aktuelle Limousine. Alex Regné Gläser zeigte uns wie der Testalltag aussieht: Berganfahrten (30 Prozent!) gehörten ebenso dazu wie Höchstgeschwindigkeit auf der Rundbahn. Auch Dr. Matthias Schollmaier, Leiter des Testzentrums, nahm sich Zeit für uns und erklärte die Arbeit, die in Dudenhofen geleistet wird. Mit ihm ging es am Ende auch noch auf die Handlingstrecke! Sobald es Berichte unserer Gäste gibt, werden wir sie als Beiträge hier im Blog posten.

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Lichte Momente

Alex Regné Gläser - Montag, 15.09.2008

Die Nachtfahrten sind für mich immer etwas Besonderes. Egal, wo ich mich gerade befinde – das Scheinwerferlicht passt sich dank AFL automatisch an die Fahrsituation an.

Jüngst war ich nach Sonnenuntergang auf der A3 in Richtung Frankfurt unterwegs. Da AFL auch tempoabhängig reagiert, wechselte kurz nach der Auffahrt das Landstraßen- zum Autobahnlicht – die höhere Reichweite der Schweinwerfer beschert mir dann mehr Sichtweite und somit mehr Sicherheit. Wenn sich zudem kein anderes Fahrzeug in „Blendweite“ befindet, wird die Strecke konsequent per automatischem Fernlicht maximal ausgeleuchtet. Sobald die Sensorik Gegenverkehr oder vorausfahrende Fahrzeuge registriert, blendet das System ab.

Darüber hinaus berücksichtigt das Adaptive Fahrlicht den Lenkeinschlag: Folglich schwenken beim dynamischen Kurvenlicht die Scheinwerfer bis zu 15 Grad mit zur Seite. Um die einwandfreie Funktion des Systems zu überprüfen, habe ich vor der Rückfahrt schnell noch einen Abstecher in den Taunus gemacht. Toller Ausflug!

Insgesamt verfügt der Insignia mit AFL über neun Lichtfunktionen. Ich bin schon neugierig auf die nächste Nachtfahrt, dann bei Regen: Bei der Gelegenheit kann ich mir neben dem Schlechtwetterlicht auch das Spielstraßenlicht angucken.

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Drei Augen sehen mehr als zwei

Alex Regné Gläser - Dienstag, 09.09.2008

Über meine ersten Ausfahrten mit dem „Auge“ habe ich ja im Juni schon berichtet. Letztes Wochenende war ich mal wieder im Insignia mit Verkehrsschildererkennung unterwegs. Das System registriert Überholverbote oder Tempobeschränkungen und weist im Display darauf hin. Besonders gut hat mir gefallen, dass auch das Ende von Verboten oder Begrenzungen angezeigt wird. Das ist eine echte Erleichterung – drei Augen sehen eben mehr als zwei.
Die Kamera ist übrigens grenzenlos einsetzbar: Das System erkennt alle genormten Schilder in über 80 Ländern.
Die Bilder stammen aus dem Auto eines Kollegen. Bei diesem Validierungsfahrzeug ist das Display nicht auf dem neuesten Stand und die Kamera-Abdeckung fehlt noch.

P.S.: Ja, ich fahre einen Linkslenker mit Miles-Tacho.

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Der Berg ruft

Alex Regné Gläser - Donnerstag, 04.09.2008


Auf der Bergstrecke des Testgeländes Dudenhofen muss der Insignia seine Kletterkünste unter Beweis stellen. Steigungen und Gefälle bis zu 30 % mit unterschiedlichen Straßenbelägen sowie eine Serpentinen-Passage fordern vor allem Bremsen und Lenkung.

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Turbo-Topspeed – das Video

Alex Regné Gläser - Freitag, 29.08.2008


Und so sieht die vmax-Fahrt in bewegten Bildern aus.

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Topspeed mit dem Turbo

Alex Regné Gläser - Freitag, 22.08.2008

Auch die Validierung der Höchstgeschwindigkeit gehört zu unseren Jobs auf dem Dudenhofener Testgelände. Mit dem 260 PS starken Insignia V6 Turbo war es unser Ziel, die 250 km/h-Marke deutlich zu überbieten, um auch unter weniger optimalen Bedingungen die (in der Serie dann abgeregelten) 250 km/h erreichen zu können. Jetzt sollte sich zeigen, ob sich die Arbeit im Windkanal gelohnt hatte.

   

Ich fahre also auf die Hochgeschwindigkeits-Rundbahn und beschleunige. Die Geschwindigkeit wird im Fahrzeug über ein GPS-Gerät und gleichzeitig über die sehr genauen Radaranlagen (ohne Blitz ;-) ) auf der Bahn erfasst. Bereits nach wenigen hundert Metern zeigt der Tacho 180 km/h, und ich fahre auf die linke, stark überhöhte Spur. Durch die Kombination aus hohem Tempo und 37 Grad Querneigung entsteht ein Gleichgewicht von Flieh- und Schwerkraft, sodass der Insignia ohne Lenkeingriff der Spur folgt. 240… 248… 252 bis hin zu 256 km/h – Ziel erreicht. Damit die Durchschnittsgeschwindigkeit nicht vom Wind beeinflusst wird, fahre ich noch ein paar schnelle Runden, dann rolle ich wieder zurück.

Mein Vorschlag an die Kollegen in Dudenhofen: Das blaue Schild über der Geschwindigkeitsanzeige auf der linken Bahn könnt ihr mal ersetzen …

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glaeser

Kleine Schilderkunde für Tester

Alex Regné Gläser - Montag, 18.08.2008

Wie jeder Führerschein-Anwärter muss auch der Testingenieur erst in der Theorie beweisen, dass er für Dudenhofens Straßen taugt – Schilderlesen und -lernen inbegriffen. Da gibt es Hinweise und Zeichen, die es „draußen“ nicht gibt, die aber für einen reibungslosen Testablauf absolut notwendig sind. Eine Dudenhofen-Spezialität ist das Dreiecksschild mit dem geraden Pfeil – es erlaubt das „Überfahren“ der Brems- und Ausrollzonen im Infield der Rundbahn.

Die Schilder helfen – aber ohne Abstimmung, Rücksichtnahme und Kollegialität geht es nicht. Gerade in den heißen Entwicklungsphasen laufen überall auf dem Gelände zeitgleich Versuche. Theoretisch kann man sich da schon mal ins Gehege kommen. Praktisch weiß ich, wenn ich auf der Rundbahn ein Auto mit „Messung“-Aufkleber sehe: Dem sollte ich nicht zu nahe kommen. Der Luftsog meines Fahrzeugs darf seine Werte nicht verfälschen. Das Verständnis unter den Kollegen in Dudenhofen ist super. Das muss aber auch so sein – bei Geschwindigkeiten bis 250 km/h sind klare Regeln und volle Konzentration das A und O.

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Moderator

Mit dem Insignia übers Testgelände

Moderator - Freitag, 08.08.2008

Seit gut drei Monaten gibt es jetzt den Insignia-Blog, und wir freuen uns, wie gut er angenommen wird und wie rege Ihr in Form von Kommentaren aktiv dabei seid.

Als kleines Dankeschön möchten wir gern zwei oder drei von Euch einladen, Alex Regné Gläser bei einem seiner nächsten Insignia-Test-Termine ins südhessische GM-Testzentrum Dudenhofen zu begleiten. Da könnt Ihr ihm dann Löcher in den Bauch fragen und das Auto live erleben. Wir würden uns natürlich freuen, wenn Eure Eindrücke in einen kurzen Gastbeitrag für den Blog münden würden. In Dudenhofen gibt es, gerade was Foto/Video angeht, ein paar Geheimhaltungs-Einschränkungen, aber die Kollegen vom Testzentrum haben uns signalisiert, dass wir schon eine Lösung finden werden.

Wenn Ihr Interesse habt, sagt uns, warum gerade Ihr der/die Richtige dafür seid. Schickt einfach ein paar Zeilen (max. 500 Zeichen) bis zum 14. August 2008 an moderator@insignia-blog.de, Betreff: Insignia live. Wir melden uns dann.

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Dudenhofen – Nabel der Testwelt

Alex Regné Gläser - Donnerstag, 31.07.2008

Was für den einen das Büro, ist für mich Dudenhofen. Das GM-Testgelände südöstlich von Frankfurt ist eine kleine Welt für sich. Die verschiedenen Sektionen – Beispiel Marterstrecke, Steilstrecke, Hochgeschwindigkeits-Rundbahn oder Handlingbereich – bilden die Straßenverhältnisse in weiten Teilen Europas ab. Ganz ohne Fremdverkehr setzen wir hier verschiedenste Parameter – Leistung, Drehmoment, Gaspedalposition, Motordrehzahl oder Radgeschwindigkeit – in Beziehung zueinander. Wir wollten zum Beispiel wissen: Wie hängt der Insignia am Gas? Reagiert die Automatik sanft, schnell und „sinnvoll“ auf die Fahrsituation? Ist die Beschleunigung harmonisch?

Alle „GM Drive Quality“-Ingenieure folgen dabei einer Art Drehbuch. Vor dem Testdurchlauf ermitteln wir äußere Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchte oder Windrichtung, um die Ergebnisse im Sinne der Vergleichbarkeit verwerten zu können. Alle relevanten Daten erscheinen in Echtzeit auf einem großen Bildschirm, die einzelnen Messabschnitte steuern wir per Joystick [Foto 3]. Das ist besonders bei hohen Geschwindigkeiten einfacher und sicherer, als auf einer Tastatur rumzufummeln. Für die Auswertung hocken wir dann aber doch wieder in unserer „Außenstelle“: dem Büro im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum.

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