Archiv des Tags ‘AFL’

boerner

Stimmig muss es sein

Andreas Börner - Donnerstag, 22.01.2009

Auf die vielen Fragen, Tipps, Anregungen und Wünsche, die meinem ersten Beitrag hier im Blog folgten, möchte ich gern eingehen.

Wenn man ein gutes Produkt realisieren will, muss man den Mut haben zu fokussieren. Ein gutes Auto zeichnet sich nicht unbedingt dadurch aus, dass es mit einer Ansammlung von Ausstattungsdetails das Angebot der Konkurrenz übertrifft. Viel wichtiger ist ein stimmiges Gesamtpaket. Wirklich herausragende Highlights müssen sich harmonisch in dieses Konzept einfügen. Beim Insignia haben wir entschieden, Highlights in den Gebieten „aktive Sicherheit“, „Fahrdynamik“ und „Fahrfreude“ zu setzen. Da bietet der Insignia Technologien auf einem Niveau, das von den Wettbewerbern nicht erreicht wird. Ich sage nur: Adaptives Fahrlicht AFL+, FlexRide, Adaptiver 4×4 Allradantrieb mit Adaptivem Sportdifferenzial, Premiumsitz mit AGR-Gütesiegel

Darüber hinaus hatten wir von Beginn an das Qualitätsempfinden im Blick. Das drückt sich auch in dem Innenlichtpaket aus, das ab „Edition“ Serie ist. Da haben wir mit Ambientelicht im Dachhimmel für Vorder- und Rücksitze sowie in den vorderen Türtaschen, dazu Fußraumbeleuchtung, Pfützenlicht und beleuchteten Make-up-Spiegeln mehr zu bieten als die Konkurrenz.

Opel Insignia mit FlexRide-Fahrwerk Opel Insignia mit Adaptivem 4x4-Allradantrieb

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boerner

Reifeprüfung

Andreas Börner - Freitag, 16.01.2009

Im Blog kam die Frage auf, welchen Weg neue Technologien wie AFL+ von der Idee bis zum bestellbaren Feature nehmen. Welcher Prozess läuft da also ab?

Alle beteiligten Bereiche bei Opel können Anregungen geben, welche neuen Technologien sie für sinnvoll halten. Arbeitsgruppen mit Experten aus den Fachabteilungen bewerten die „Wunschzettel“ im Hinblick auf Kundenrelevanz, technische Umsetzbarkeit (Zeit und Kosten), Kundenpreis und mögliche Stückzahlen. So entsteht eine Rangfolge – und Technologien mit hoher Priorität werden genauer unter die Lupe genommen.

Dazu erstellt die Vorausentwicklung technische Konzepte und nimmt Kontakt mit möglichen Zulieferern auf. Das Marketing wertet vorhandene Kundenbefragungen aus oder führt – falls nötig – neue durch. Dann werden mögliche Einführungsstrategien erarbeitet und eine detaillierte wirtschaftliche Bewertung vorgenommen. Die finale Entscheidung zur Einführung einer neuen Technologie treffen die Führungskräfte in den Produktgremien.

Schließlich ist es Aufgabe der Produktentwicklung, diese Technologien zur Serienreife zu entwickeln und in eine Modellreihe wie den Insignia zu integrieren. Dann ist es nur noch ein kleiner Schritt in den Katalog.

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Moderator

Farbenspiel

Moderator - Freitag, 28.11.2008

Da hat Fragesteller Claus ja was Schönes angerichtet. Plötzlich diskutiert hier das ganze Insignia-Blog-Team Lieblingsfarben. Bei dem einen (Alex Regné Gläser) kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen („Schwarz“), bei dem anderen (Lichtingenieur Ingolf Schneider, der sich übrigens gerade über einen Insignia-Sieg beim Lichttest von Auto Straßenverkehr freut) dauert es etwas  länger („Vielleicht Rot? Aber eigentlich wohl doch eher Schwarz“). Interessant übrigens auch die Rückmeldung aus der Produktion: Werksleiter Axel Scheiben, der keinen persönlichen Favoriten hat („Der Insignia sieht in jeder Farbe gut aus“), hat unter den ersten Autos viel Schwarz und Karbongrau erspäht, aber auch ungewöhnlich viel Weiß.

Mitten in die Farbdiskussion platzte übrigens ein Mini-Produktionsjubiläum: Der zehntausendste Insignia lief vom Band. Seine Farbe: Schwarz. Ach ja, der Moderator – der ist übrigens Karbongrau-Bekenner!

Opel Insignia in Saphirschwarz Opel Insignia in Granatapfelrot Opel Insignia in Karbongrau Opel Insignia in Schneeweiß

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schneider

Vom Hupen mit Licht

Ingolf Schneider - Dienstag, 07.10.2008

Zu einem hier übers Wochenende intensiv diskutierten Thema kann ich Entwarnung geben: Ja, der Insignia hat eine Lichthupe. Und sie erfüllt all unsere strengen Anforderungen. Dabei ist die technische Umsetzung dieser (gesetzlich übrigens nicht vorgeschriebenen) Funktion im Xenon-Zeitalter mit einigen technischen Kniffen verbunden, zumal wir besonders darauf achten, dass Haltbarkeit und Lebensdauer stimmen.

In der Praxis gilt: Beim Insignia mit AFL ist die Lichthupe maximal 500 Millisekunden aktiviert. Auch wenn der Fahrer den Hebel länger ziehen sollte, schaltet die Elektronik den Xenonbrenner nach dieser halben Sekunde automatisch ab. Es gibt auch eine untere Lichthupen-Grenze von 250 Millisekunden, das heißt, der Xenonbrenner bleibt auch bei kürzerem Hebelzug mindestens solange an. Im Bereich eines Hebelzuges zwischen 250 bis 500 Millisekunden greift die Elektronik nicht ein, sprich, der Brenner bleibt genau so lange an, wie der Fahrer den Hebel betätigt.

 

Diese Schaltlogik hat folgenden Hintergrund:

Untergrenze von 250 Millisekunden: Der Xenonbrenner wird per Relais aktiviert. Beim Zünden zieht das elektronische Vorschaltgerät einen recht hohen elektrischen Strom. Würde genau dann der Abschaltbefehl kommen, müssten die Relaiskontakte übermäßig leiden. Schon nach 250 Millisekunden ist der Stromfluss aber sicher wieder auf Normalniveau, so dass das Relais verschleißfrei abschalten kann.

Obergrenze von 500 Millisekunden: Kritisch für den Xenonbrenner ist die ungleichmäßige Aufheizung durch den elektrischen Strom. Die Metallelektroden des Brenners erwärmen sich deutlich schneller als das umschließende Glas. Dadurch käme es zu Spannungen zwischen Glas und Elektroden; häufiges Ein- und Ausschalten könnte zu Schädigungen des Brenners führen. Allerdings: Bis 500 Millisekunden findet keine nennenswerte Aufheizung statt, deshalb auch kein überhöhter Verschleiß.

Indem wir also mit Hilfe der Elektronik die Einschaltdauer der Lichthupe begrenzen, tragen wir ganz entscheidend zu einem langen Leben der Komponente bei.

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schneider

Licht ins Dunkel

Ingolf Schneider - Samstag, 04.10.2008

Ich freue mich, dass das Thema Licht immer noch so viel Aufmerksamkeit findet. Da wieder einige interessante Fragen aufgekommen sind, möchte ich sie gerne zusammengefasst beantworten.

Frage: Wie reagiert AFL+, wenn man auf einer beleuchteten Autobahn unterwegs ist? Die A555 zwischen Köln und Bonn ist nämlich streckenweise hell erleuchtet. Welcher Modus wird hier gewählt?

Antwort: Hier wird ab Tempo 100 das Autobahnlicht aktiviert. Bis 100 ist Landstraßenlicht. Der Sensor erkennt den Unterschied zwischen Stadtbeleuchtung und Autobahnbeleuchtung sowie die Radien der Autobahnkurven.

Interessant ist, dass das AFL Straßenlaternen erkennt – wie funktioniert dies? Ist das derselbe Sensor, der auch das automatische Abblenden bei Gegenverkehr erkennt?

Exakt.

Beschränkt sich der mechanische Teil der Lichtkegelveränderung ausschließlich auf die Änderung des Stellwinkels der Projektionslinse oder werden zusätzlich auch noch Blenden angesteuert, die die Form des Lichtkegels verändern können?

Der Lichtkegel wird im Inneren des Projektionsmoduls durch Drehen einer zylindrischen Walze verändert. Diese Walze hat, je nach Stellung, unterschiedliche Oberflächen.

Zur Beleuchtung am Heck wurde seitens Opel noch nicht allzu viel erzählt. Welche Funktionen/Besonderheiten gibt es denn hier? Adaptives Bremslicht, variierend in Fläche und Intensität usw.?

Bei Vollbremsung/ABS-Eingriff blinken die Bremsleuchten, um den Aufmerksamkeitsgrad des nachfolgenden Verkehrs zu erhöhen. Eine Erweiterung der Bremslichtfläche gibt es nicht.

Welche Funktion hat die linke Rückleuchte ohne Rückfahrlicht beim Insignia Sports Tourer?

Auf der Fahrerseite ist anstelle des Rückfahrscheinwerfers das Nebelschlusslicht untergebracht.

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schneider

Ein Licht für alle Fälle

Ingolf Schneider - Donnerstag, 25.09.2008

Neben Geschwindigkeits- und Lichtsensoren verfügt der Insignia auch über Lenkwinkel-, Gierraten- und Regensensoren. Wenn es anfängt zu regnen, kommt das Schlechtwetterlicht zum Zug. Die Ausleuchtung direkt vor dem Auto wird zurückgenommen, damit der Fahrer nicht von reflektierendem Licht gestört wird. Generell sind beim AFL+ die Lichtverteilungen so ausgelegt, dass vorausfahrende und entgegenkommende Fahrer weniger irritiert werden. Das haben Tests mit nicht eingeweihten Personen gezeigt.
Und übrigens: Den Xenon-Lampen macht kurzes An- und Ausschalten durch die Lichtautomatik nichts aus. Die Xenonbrenner sind so geschaltet, dass häufige Wechsel keine Auswirkung auf die Lebensdauer haben.

Noch ein Highlight: Wenn beim „FlexRide“-Fahrwerk der Sport-Modus eingestellt ist, reagiert AFL+ noch schneller.

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schneider

Sehen und Gesehenwerden

Ingolf Schneider - Dienstag, 23.09.2008

Über das große Interesse am Thema Licht hier im Blog freue ich mich als zuständiger Leiter der Lichttechnik-Entwicklung besonders. Nach Alex Regné Gläsers Bericht sind Fragen aufgetaucht, die ich gerne beantworten möchte, beispielsweise zum Spielstraßenlicht: Es ist aktiv, wenn sich das Fahrzeug zwischen 0 und 30 km/h bewegt und der Lichtsensor Straßenlaternen erkennt. Die Scheinwerfer schwenken um acht Grad nach außen zu Gunsten eines extra breiten Lichtteppichs. Fußgänger, Radfahrer und spielende Kinder sind so früher und besser zu sehen.

Das LED-Tagfahrlicht sorgt dafür, dass man an düsteren Tagen besser gesehen wird. Mit nur vier Watt hat das TFL einen minimalen Energieverbrauch und sieht mit seiner Schwingenform auch noch toll aus. Bei der Basisversion ohne AFL und Xenon-Lampen kommt eine Zwei-Faden-Lampe mit extrem hoher Lebensdauer zum Einsatz – tagsüber als Tagfahrlicht, nachts als Standlicht.

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glaeser

Lichte Momente

Alex Regné Gläser - Montag, 15.09.2008

Die Nachtfahrten sind für mich immer etwas Besonderes. Egal, wo ich mich gerade befinde – das Scheinwerferlicht passt sich dank AFL automatisch an die Fahrsituation an.

Jüngst war ich nach Sonnenuntergang auf der A3 in Richtung Frankfurt unterwegs. Da AFL auch tempoabhängig reagiert, wechselte kurz nach der Auffahrt das Landstraßen- zum Autobahnlicht – die höhere Reichweite der Schweinwerfer beschert mir dann mehr Sichtweite und somit mehr Sicherheit. Wenn sich zudem kein anderes Fahrzeug in „Blendweite“ befindet, wird die Strecke konsequent per automatischem Fernlicht maximal ausgeleuchtet. Sobald die Sensorik Gegenverkehr oder vorausfahrende Fahrzeuge registriert, blendet das System ab.

Darüber hinaus berücksichtigt das Adaptive Fahrlicht den Lenkeinschlag: Folglich schwenken beim dynamischen Kurvenlicht die Scheinwerfer bis zu 15 Grad mit zur Seite. Um die einwandfreie Funktion des Systems zu überprüfen, habe ich vor der Rückfahrt schnell noch einen Abstecher in den Taunus gemacht. Toller Ausflug!

Insgesamt verfügt der Insignia mit AFL über neun Lichtfunktionen. Ich bin schon neugierig auf die nächste Nachtfahrt, dann bei Regen: Bei der Gelegenheit kann ich mir neben dem Schlechtwetterlicht auch das Spielstraßenlicht angucken.

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