Schub am Pass
Alex Regné Gläser - Montag, 09.06.2008
Der 2.8 V6 steht ganz ordentlich im Futter, was auch die Akustik unterstreicht.
Der 2.8 V6 steht ganz ordentlich im Futter, was auch die Akustik unterstreicht.
Man mag es kaum glauben: Auch wer von diesem wirklich stimmigen Interieur umgeben ist, hat noch einen Blick für die Außenwelt. Dabei zeigt sich – die Gegend um Bozen ist auch wolkenverhangen schön. Auf dem Weg zum nächsten Pass haben wir es schon wieder mit Schnee zu tun. Das ist zwar alles kein Problem bei der Traktion und den Sicherheitsreserven, aber irgendwann reicht’s dann auch. Oben pünktlich angekommen, flüchten wir ins Hotel. Auswerten ist angesagt. Naja, bis auf die nötige Feinabstimmung des Feuchtigkeitssensors der vollautomatischen Klimaanlage haben wir nicht viel zu melden.
Auf der engen, splitgestreuten Passstraße geht’s runter Richtung Bozen. Bei den Bedingungen darf auch die HVAC-Einheit (Heating, Ventilation, Air-Conditioning) mal so richtig zeigen, was sie kann.
Starker Schneefall beim Stopp auf dem Sass Pordoi. Wir warten auf die Cappuccino-Trinker…
Morgenappell an den Fahrzeugen vor dem Berghotel – 1.660 Meter über Normalnull, +3 Grad Celsius im Regen. Einige in unserer Gruppe freuen sich über die guten Testbedingungen für ESP oder die Traktionskontrolle. Und es kommt, so gesehen, noch besser: Den ersten Pass rauf – 0 Grad und Schneefall. Zwei Fahrer genießen den Allradantrieb.
Auf dem Pass dann Pinkelpause. Bei einigen dauert das verdächtig lange. Also wieder rein in die Wirtschaft und was muss man sehen: Sitzen da und schlürfen in aller Seelenruhe Cappuccino. Aber so nicht mit dem Trip Captain – weiter geht’s und zwar pronto.
Mit acht Erprobungs-Insignia geht es auf große “100-Prozent-Fahrt”, die letzte große Tour mit Teilnehmern aus allen Fachbereichen, um das Zusammenspiel aller Systeme zu testen. Dazu vier Begleitfahrzeuge und eine rollende Werkstatt.
Verschiedene Motoren werden auf unterschiedlichen Streckenprofilen erprobt: Autobahn, Stadtdurchfahrten, schnelle Landstraßen, kurvige Bergstraßen, hoch bis auf 1700 Meter. Der Fahrplan ist exakt einzuhalten, bloß kein unnötiger Stopp! Abends bei Ankunft müssen schließlich auch noch die Beurteilungen aller Teilnehmer (an die 30!) zusammengetragen und ausgewertet werden. Und am nächsten Tag geht’s früh morgens weiter, kreuz und quer durch die Dolomiten.