Turbo-Topspeed – das Video
Alex Regné Gläser - Freitag, 29.08.2008
Und so sieht die vmax-Fahrt in bewegten Bildern aus.
Und so sieht die vmax-Fahrt in bewegten Bildern aus.
Auch die Validierung der Höchstgeschwindigkeit gehört zu unseren Jobs auf dem Dudenhofener Testgelände. Mit dem 260 PS starken Insignia V6 Turbo war es unser Ziel, die 250 km/h-Marke deutlich zu überbieten, um auch unter weniger optimalen Bedingungen die (in der Serie dann abgeregelten) 250 km/h erreichen zu können. Jetzt sollte sich zeigen, ob sich die Arbeit im Windkanal gelohnt hatte.
Ich fahre also auf die Hochgeschwindigkeits-Rundbahn und beschleunige. Die Geschwindigkeit wird im Fahrzeug über ein GPS-Gerät und gleichzeitig über die sehr genauen Radaranlagen (ohne Blitz
) auf der Bahn erfasst. Bereits nach wenigen hundert Metern zeigt der Tacho 180 km/h, und ich fahre auf die linke, stark überhöhte Spur. Durch die Kombination aus hohem Tempo und 37 Grad Querneigung entsteht ein Gleichgewicht von Flieh- und Schwerkraft, sodass der Insignia ohne Lenkeingriff der Spur folgt. 240… 248… 252 bis hin zu 256 km/h – Ziel erreicht. Damit die Durchschnittsgeschwindigkeit nicht vom Wind beeinflusst wird, fahre ich noch ein paar schnelle Runden, dann rolle ich wieder zurück.
Mein Vorschlag an die Kollegen in Dudenhofen: Das blaue Schild über der Geschwindigkeitsanzeige auf der linken Bahn könnt ihr mal ersetzen …
Er braucht sich nicht (mehr) zu verstecken: Jetzt wurden die ersten offiziellen Fotos von der fünftürigen Schrägheck-Version des Insignia veröffentlicht, die wir auch „Hatchback“ nennen, von englisch hatch für (Lade-)Luke. Die Ähnlichkeit zum „Notchback“, der viertürigen Stufenheck-Limousine, ist durchaus gewollt. So verfügen beide Modelle über das charakteristische „Blade“ in der Seitengrafik sowie die schwungvolle Silhouette mit der coupéhaften Dachlinie – und den klassenbesten cw-Wert von 0,27.
Zusammen mit den Aerodynamik-Kollegen war ich im Windkanal, um die während der Entwicklung hart erarbeiteten guten cw-Werte an Vorserienfahrzeugen zu verifizieren. Ulrich Rein, der Aero-Entwickler für Insignia, zeigt mir, wie sich die Luftströmung an die coupéhafte Karosserie anschmiegt. Keine Verwirbelungen, kein Strömungsabbruch, wirklich eindrucksvoll! Die Auswertung zeigt, dass wir unser Ziel erreicht haben. Schon jetzt können wir sagen, dass der Insignia in Sachen Aerodynamik zu den besten Fahrzeugen seiner Klasse gehören wird. Die lange Entwicklung, bei der wir die kleinsten Details von den Außenspiegeln über den Unterboden bis zur Felgengeometrie berücksichtigen mussten, war ein voller Erfolg. Danke an die Kollegen, gute Arbeit!