Archiv des Tags ‘Prototyp’

blum

Wo rohe Kräfte sinnvoll walten

Philipp Blum - Dienstag, 05.08.2008

Wie im Beitrag „Die 27-Kanal-Tortur“ angekündigt, noch mehr Infos zum Prüfstand in unserer Abteilung „Structural Tests & Test Facilities“: Der Vorserienwagen im Video durchläuft innerhalb der Funktions- und Dauererprobung gerade die Freigabeuntersuchung. Angesichts der hohen und ständig wechselnden Kräfte-Einleitungen macht er eine gute Figur – er hat die Tortur mit einem „OK“ bestanden.


Wir decken hier den so genannten „worst case“ ab. Das heißt: maximale Zuladung, dazu die härteste, in der Serie bestellbare Fahrwerksabstimmung und die schwerste Motor-Getriebe-Kombination. Das Prüfprogramm simuliert unter anderem üble Schlaglochstrecken, lange Asphaltwellen und Rampenauffahrten. Chassis und Karosserie sind weit höheren Belastungen ausgesetzt als im normalen Betrieb. So wird innerhalb weniger Wochen ein komplettes Fahrzeugleben abgebildet – damit der Kunde sicher sein kann, dass sein Auto auch nach Jahren noch alle Erwartungen erfüllt.

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blum

Die 27-Kanal-Tortur

Philipp Blum - Montag, 28.07.2008

Ein ganzes Autoleben in kurzer Zeit simulieren? Dafür ist die Abteilung „Structural Tests & Test Facilities“ in Rüsselsheim verantwortlich. „Unser bestes Stück“ ist der 27-Kanal-Ganzfahrzeugprüfstand. Die 27 ergibt sich aus der Anzahl der ansteuerbaren Hydraulikzylinder, mit denen alle Kräfte nachgebildet werden, die über die Räder an Aufhängungen, Chassis und Karosserie gelangen – beispielsweise Seitenführungskräfte und Vertikalkräfte. Und zwar genau in der Intensität und mit den Belastungsspitzen, wie sie zuvor bei den realen Prototypenfahrten auf dem Testgelände Dudenhofen aufgezeichnet wurden. Hier wird aufgedeckt, ob unser Proband wirklich strukturfest ist. Ein echter Härtetest, der alle etwaigen Schwachstellen aufdeckt.
Näheres über den Prüfstand und die Resultate zeigen wir in Kürze. So viel kann ich aber schon mal verraten: Der Insignia hat die 27-Kanal-Tortur bestens überstanden.

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glaeser

Mules haben es in sich

Alex Regné Gläser - Montag, 21.07.2008

Unser Beitrag „Wenn der Roboter lenkt hat die Frage nach den so genannten „Mules“ aufgeworfen. Im Prinzip sind das Zwitter – bekannte Optik, neue Technik. So kommen streng geheime Systeme und Komponenten auf die Straße, teilweise noch lange bevor das Design fix ist: Fahrwerk, Lenkung, Bremssysteme, Kühlung oder die elektrische Architektur mit Kommunikations- und Fahrerassistenzsystemen.

Mit den Mules ist man unauffällig und damit ungestört unterwegs, die Karosserien sind problemlos verfügbar und günstiger als Extra-Anfertigungen. Trotzdem müssen wir natürlich ran ans Blech – deutlich zu erkennen sind an den Vectra-Mules die ausgestellten Radhäuser als Zugeständnis an die Spurbreite und die Radgrößen des Insignia. Prototypen mit längerem Radstand wurden buchstäblich halbiert und mit Distanzstücken wieder neu zusammengesetzt. Die Stretch-Vectras sind äußerlich kaum erkennbar, innen hatten wir ca. 10 Zentimeter Spalt im Dachhimmel.

Auch jetzt sind noch einige der insgesamt rund 80 Vectra-Mules im Einsatz. Da stecken weitere Entwicklungen, künftige Antriebe, neue Elektronik usw. drin. So gesehen, sind heute manche Mules sogar fortschrittlicher als die Insignia-Testwagen.

 

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holl

Wenn der Roboter lenkt

Andreas Holl - Donnerstag, 17.07.2008

Fahrerlos rollt der bis zur zulässigen Gesamtmasse beladene Insignia-„Test-Mule“ im Vectra-Gewand Richtung Straßenrand. Wie von Geisterhand lenken die Räder bis zum Anschlag. Wegen der Schmierseife auf der Fahrbahn rutscht das Auto geradeaus weiter gegen den Bordstein.


Unser Entwicklungsziel: Das Auto muss den Bordstein-Anrutschtest, eine simulierte Schlitterpartie bei Blitzeis oder auf einem Ölfilm, antriebstechnisch verkraften und auf eigener Achse weiterfahren können. Ein eingeknicktes Vorderrad wird dabei lieber in Kauf genommen als „innere Verletzungen“ und ist zugleich ein Signal an den Fahrer, die nächste Werkstatt aufzusuchen.

Mit dem von Opel selbst entwickelten Fahrroboter erreichen wir reproduzierbare (vergleichbare) Ergebnisse. Nach der Funk-Fernbedienung übernimmt beim Passieren einer Lichtschranke der Automatikmodus. Der Computer hält sämtliche vorgegebenen Parameter wie Tempo (18 km/h), Bremsvorgang und Lenkeinschlag (30 Grad) exakt ein.

Ergebnis für den Insignia: Test mit Bravour bestanden.

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glaeser

Probesitzen ist Chefsache

Alex Regné Gläser - Dienstag, 10.06.2008

In den Kommentaren kam die Frage auf, ob Probesitzen in unseren Vorserienwagen möglich wäre. Dazu, wie versprochen, mein Erlebnis von der 100-Prozent-Fahrt nach Südtirol, die wir mittlerweile erfolgreich absolviert haben: Wissbegierigen begegnen wir natürlich ständig. Vor kurzem hatten wir es auf dem Weg nach Österreich mit einer besonders engagierten “Verehrerin” zu tun. Die junge Dame gab sich alle Mühe, um auf den schmalen Nebenstraßen mit ihrem schwarzen Corsa dranzubleiben. Beim nächsten planmäßigen Stopp holte sie uns ein, stellte sich als “großer Opel-Fan” vor und wollte sich allzu gerne mal in einen Insignia setzen. Glück gehabt - unser gut gelaunter Chefingenieur hatte nichts dagegen und das Foto-Handy ließ sie klugerweise stecken. Ihr Fazit: “Hat sich gelohnt, dass ich euch fast 50 Kilometer gefolgt bin, obwohl ich eigentlich ganz woanders hin wollte.”

 

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glaeser

Carabinieri kennen sich aus

Alex Regné Gläser - Donnerstag, 08.05.2008

Alex Regné GläserSeit Frühjahr 2007 sind wir für die „Drive Quality“-Bewertungen mit getarnten Versuchsträgern unterwegs. Hier die mir dabei am häufigsten gestellte Frage: „Was ist das für ein Modell?“ Wenn wir dann mit einem bedauernden Schulterzucken antworten, raten die Menschen munter drauflos.
Einer allerdings wusste gleich Bescheid – ein Motorradpolizist in der Nähe von Mailand. Vom anderen Ende des Rastplatzes, unserer Fahrerwechsel-Station, winkte der uns heran. Langsam rollten wir auf die Patrouille zu, mein Kollege suchte nervös nach den Fahrzeugpapieren und ich grüßte recht freundlich durch’s offene Fenster. „Buona sera“, brummte der Carabiniere, „questa è la nuova Vectra, eh!?“ – Bingo, Signore.

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glaeser

So sieht er also aus

Alex Regné Gläser - Montag, 28.04.2008

Wenn jetzt die ersten offiziellen Fotos durch die Medien gehen, erinnert mich das an den Moment, als ich den Insignia zum ersten Mal sah. Wie gespannt wir alle waren…wie wir gestandene Entwicklungsingenieure die Beine in die Hand genommen haben, um die Demonstration im Prototypenbau nur nicht zu verpassen. Fast anderthalb Jahre ist das jetzt schon wieder her. Bis dahin hatten wir ausschließlich mit Versuchsträgern gearbeitet, die optisch Vectra waren.
Jetzt, nachdem die Bilder veröffentlicht sind, müssen wir uns mit den Testwagen auch nicht mehr so sehr verstecken.

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